Linux & Internet Kongeß im Mai 1995

Presseerklärung Linux/Internet-Kongreß

... mehr Power für die Praxis

Schon beim ersten Internationalen Linux/Internet-Kongreß, der vor knapp einem Jahr in Heidelberg stattfand, war das Interesse so groß, daß fast die Hälfte der Anmeldungen nicht berücksichtigt werden konnte: der Kongreßsaal war bei 400 Besuchern bereits mehr als gut gefüllt.

Für alle, die damals keine Gelegenheit hatten, sich aus erster Hand über die Entwicklung und Einsatzmöglichkeiten des Freeware-Betriebssystem Linux zu informieren - und natürlich für alle anderen Interessierten, findet am 11. und 12. Mai in Berlin der zweite Linux & Internet-Kongreß unter dem Motto "... mehr Power für die Praxis" statt.

Mittlerweile hat das Interesse - insbesondere an Internet-Themen - eher noch zugenommen. Die gemeinsame Behandlung von Linux- und Internet-Themen auf einem Kongreß macht Sinn, ist doch die Entstehung und Weiterentwicklung von Linux ohne die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet gar nicht vorstellbar.

Das "Haus am Köllnischen Park" (Tagungszentrum Berlin Mitte) bietet ausreichend Raum, um diesmal auch die doppelte Teilnehmerzahl aufzunehmen - obwohl die ersten Anmeldungszahlen andeuten, daß auch diese Grenze schnell erreicht werden könnte.

Schließlich gibt es einiges zu hören und zu sehen. In drei parallelen Tracks berichten Linux-Entwickler und Internet-Spezialisten über den aktuellen Stand der Technik: neben einführenden Vorträgen werden vor allem Anwendungsthemen angeboten. Von "Linux in der Schule" über "Linux als Serverbetriebssystem" bis hin zu "Linux Device Drivers", und von "Internet: was ist das?" über "Suchmaschinen im Internet" bis hin zu "Firewalls and Internet Security". Wie schon im Vorjahr werden Linux- und Internetthemen etwa gleichgewichtig behandelt.

Die Vorträge, die teilweise in Englisch gehalten werden, werden durch vier Tutorials ergänzt, die eine Vertiefung besonders wichtiger Themen ermöglichen.

Besonderer Clou der Veranstaltung: die Keynote von Richard Stallmann, dem Gründer der Free Software Foundation und des GNU-Projekts. Von dieser Organisation stammen viele Bestandteile des Linux-Systems wie der C-Compiler und der Emacs-Editor. Als weitere Referenten haben zugesagt Tim O'Reilly, Alan Cox, Drew Eckhardt, Olaf Kirch, Rainer Klute, Gerd Meissner, Theodore Tso, Stephan Tweedie, Dirk Hondel, Remy Card, H.J.Lu, H. Youngdale und viele mehr; mithin alles, was in der Linux-Szene Rang und Namen hat. Der Kongreß wird als "Non-Profit-Veranstaltung" von der GUUG (Vereinigung der deutschen Unix-Benuzter) durchgeführt und von mehreren Firmen (ASK, EUnet, Fachbuchhandlung J.F. Lehmanns, Lunetix) und Verlagen unterstützt (Addison-Wesley, dpunkt, Thomson/O'Reilly). Die Teilnahmegebühr beträgt für beide Tage 360 DM (Studenten: 120 DM). Mit etwaig erwirtschafteten Geldern sollen Free-Software-Projekte unterstützt werden.

Anmeldeformulare und nähere Informationen sind erhältlich beim Kongreßbüro, Frau Tauchert, Tel. 030-8207 406, Fax: 030 - 8207 465.

Artikel aus der iX.


Joey, 29 Jun 1995