Der Gedanke ist einfach: Alle Verpackungen die durch das DSD entsorgt werden sollen und für die zur finanzierung mehr bezahlt worden ist, bekommen als Kennzeichnung einen Grünen Punkt. Dieser erweckt dann die Vermutung, daß die Verpackung umweltfreundlich sei - der VerbraucherInbetrug ist perfekt. Und die/der KäuferIn muß dafür auch noch zahlen, nämlich die Mehrkosten.
Doch was geschieht mit dem Müll, das das DSD so eifrig in Gelben Säcken sammelt? Da wir doch wiederverwertet, Abfall eingespart, die Umwelt geschont - oder? Oder: Auf dem Papier wird Abfall ohne Ende vermieden, denn sobald die Verpackung Abfall wird, wird sie zu Wertstoff umdefiniert, und die Statistiken verkünden: Weg ist der Verpackungsmüllberg!
In Wirklichkeit stapeln sich die Säcke in Lagerhallen und können ohne Probleme ins Ausland exportiert werden. Es lebe der Müllerxport...
Natürlich gibt es auch Verpackungen die weiterverarbeitet werden - wohlgemerkt weiterverwertet, nicht im strengen Sinne recycelt, denn aus einem Joghurtbecher wird nie wieder ein Joghurtbecher, aus einer Dose nie weider eine Dose. Hier werden dann "minderwertige" Produkte wie Parkbänke oder Baustahl erzeugt. Recycling lohnt sich aus Umweltgesichtspunkten nur bei wenigsten Stoffen. Daß durch die Verpackungsverordnung und das DSD keine einzige Verpackungeingespart wird sondern eher noch die Produktion gefördert wird, ist eine traurige Wahrheit, die die Verantwortlichen nicht einsehen wollen. Ebenfalls nicht einsehen wollen sie die technischen Probleme, die bei der Wiederverwertung, so sie denn geschieht, auftreten.
Denn Wiederverwertung ist nicht umweltfreundlich!! Hier werden, zumindest bei vielen Produkten, derartige Mengen Energie, Wasser, ... benötigt, daß die Umwelt letztendlich davon nicht viel hat. Nicht zu vergessen: Zur Verwertung zählen der Müllerport genauso wie die Verbrennung (oder schöner gesagt: die termische Verwertung!!!)
Müll begegnet Dir überall. Wehr Dich !!!