Oldenburg und umzu


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Kulturetage mit reduziertem Programm

Die Kulturetage bietet aus finanziellen Gründen in diesem Herbst kein Gastspielprogramm an! Denn Theater ist nun mal - trotz Eintrittspreisen und trotz guter Publikumsauslastung, ein "Zuschussgeschäft". Was trotzdem veranstaltet wird, ist zweckgebundenen Zuschüssen vom Land, Bund, Stiftungen, Firmen und der Stadt zu danken.

Ohne Hilfe von außen kann die Kulturetage das Programm nicht in gewohntem Masse aufrechterhalten. Gespräche mit Parteienvertretern und der Stadt stellten keinerlei Besserung in Aussicht. Sie setzen auf ihr Publikum, auf privates Engagement.

Die Kulturetage sucht 500 Fördermitglieder, die mit durchschnittlich 20 DM im Monat die Kulturetage absichern und das Gastspielprogramm erhalten.


cafe QUOX eröffnet

Ab Donnerstag, 29.9.94, wird in den Räumen der ALSO in der Kaiserstr. 19 das cafe QUOX offenstehen. Es soll zum Treffpunkt aller Jugendlichen und junger Erwachsener werden, die keine Arbeit haben bzw. eine, die schlecht bezahlt ist und als unwürdig empfunden wird.

In entkrampfter Atmosphäre und mit niedrigen Getränkepreisen wird das cafe QUOX fortan jeden Donnerstag von 18.00 bis 23.00 Uhr geöffnet sein. Gemütlich zusammensitzen, sich unterhalten und festetellen, daß es den Leuten um eineN herum ja ähnlich geht mit dem Sozialamt, der hogen Miete, den "bösen Blicken" der Nachbarn o.a., sich über die schlechten und auch guten Erfahrungen austauschen. Mögliche Widerstandsformen zu entwickeln zoll das Ziel von cafe QUOX werden.

Die Sozialberatung findet nach wie vor zu den üblichen Zeiten, Mo-Mi: 9.00 - 13.00 Uhr und Di: 17.00 - 18.30 Uhr statt.

Zum Vergnügen aller wird einmal im Monat ein Filmgezeigt. Zur Eröffnung am 29. September wird der Film "eat the rich" zu sehen sein. Für jeden Gast gibt es eine überraschung.


Zufluchtstätte für von Gewalt bedrohte Mädchen

Vorarbeiten zur Einrichtung einer Zufluchtstätte vom Mädchenhaus Oldenburg geleistet

"In Gewalttaten gegen Mädchen findet die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern ihren extremsten Ausdruck. Gewalt wird häufiger gegen Mädchen gerichtet und sie reagieren auf das Erlebte anders als Jungen," sagt Doris Bees, Sozialwissenschaftlerin und Mitarbeiterin des Autonomen Mädchenhauses Oldenburg e.V.

Wird Gewalt innerhalb der Familie ausgeübt, verlieren die Mädchen ein Zuhause, daß ihnen Schutz und Sicherheit gibt. So ist es nicht Abenteuerlust sondern Leidensdruck, der viele Mädchen veranlaßt von zu Hause wegzulaufen. In der Zufluchtstätte sollen diese Mädchen aufgefangen werden.

Die Aufnahme wird rund um die Uhr und auch am Wochenende möglich sein.

"Betroffene brauchen rasche und intensive Hilfe. Sie müssen pädagogisch und psychologisch unterstützt werden, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und, um einen dauerhaften Weg aus ihrer Notsituation zu finden," so Cathrin Schulz, Sozialpädagogin und Mitarbeiterin des Vereins.

Die Zufluchtstätte ist so konzipiert, daß Mädchen und junge Frauen im Alter von 14 bis 21 Jahren eine vorübergehende Wohnmöglichkeit und pädagogische Unterstützung erhalten. Innerhalb von drei Monaten soll geklärt sein wie ihr weiterer Lebensweg aussieht. Die Addresse der Zufluchtstätte muß anonym bleiben, da erfahrungsgemäß viele Mädchen davon bedroht sind, mit Gewalt wieder nach Hause gebracht zu werden.

In anderen Städten wie Osnabrück, Bielefeld oder Münster existieren bereits Zufluchtstätten, die Mädchen Schutz und Hilfe bieten. Eine Untersuchung des Mädchenhauses belegt, daß für die Landkreise Ammerland, Oldenburg, Wesermarch und die Stadt Oldenburg eine entsprechende Einrichtung fehlt.

Der Verein plant, die Zufluchtstätte Anfang nächsten Jahres zu realisieren.


Bald totales Raucherverbot?

(off) Die Nichtraucher Oldenburgs machen Front gegen den blauen Dunst! Mit der überwältigenden Mehrheit von 86.63 Prozent entschieden sich die HR-Leser für eine härtere Gangart gegen ihre dem nikotin verfallenen Mitbürger.

Der HR wollte in der vergangenen Woche wissen, ob die Oldenburger dem Vorstoß der Bremer Gesundheitssenatorin Irmgard Gärtner folgen und ein totales Rauchverbot in der überdachten Öffentlichkeit befürworten.

812 HR-Leser griffen zum Telefon. Darunter waren 679, die es für richtig halten, daß auch in Oldenburg härtere Gesetze gegen das Rauchen in der Öffentlichkeit verabschiedet werden. Eine gültige Einigung ohne den Druck durch ein Gesetz halten in Oldenburg offenbar nur noch wenige für möglich. Denn lediglich etwa 16 Prozent verteidigten ihre Glimmstengel.

Wie lange wird es nun noch dauern, bis es in Kneipen und Restaurants keine Aschenbecher mehr geben wird oder Kontrolleure durch die Weser-Ems-Halle streifen, um das Rauchverbot bei einem Rock-Konzert durchzusetzen.

Quelle: Hunte Report, Nr. 21, 24. August 1994

Seminar zum Thema Müll

Nach dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts, daß der Stadt Kassel die Erhebung einer Steuer auf Einwegverpackungen erlaubte, steht fest: Der Trend geht zur Abfallvermeidung. Trotzdem steht in Oldenburg bald die Entscheidung an, was mit dem städtischen Müll künftig passieren wird.

Soll in Oldenburg eine Müllvergrennungsanlage entstehen oder wird die Entscheidung zugunsten umweltfreundlicher Entsorgungswege gefällt? Dies und die Hintergründe sind Thema im neuen Gesprächs- und Arbeitskreis "Müll" des JUB's (Jugendumwelt Büro) Oldenburg. Zum Thema "rechtlicher Hintergrund" veranstalten wir vom 14. - 16. Oktober ein Seminar in Iffens. Eingeladen sind alle, die sich für das Thema interessieren. Zwei Referenten berichten über "Abfallrecht" und "Planungsverfahren".

Das Seminar kostet 15 DM und die Fahrtkosten mit Öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖFFIS) werden, außer 10 DM Eigenbeteiligung zu 50 % zurückerstattet.

Anmeldungen bitte schriftlich über: Tanja Contermann, D 608, Huntemannstr. 2, 26131 Oldenburg, Tel: 0441-55118

Der Anmeldeschluß ist der 4. Oktober


Ozon Ansage

Die Ozon-Konzentrationen in Oldenburg können unter der Telefonnummer 0441-7983548 abgefragt werden. Die Meßdaten werden von der Arbeitsgruppe Physikalische Umweltanalytik (AG Puma) im Fachbereich Physik erhoben. Es werden die mittäglichen Konzentrationen des laufenden Tages angesagt, wobei die Werte jeweils gegen 14 Uhr aktualisiert werden (auch am Wochenende).

Bei der Arbeitsgruppe "Physikalische Umweltanalytik" handelt es sich um eine Erweiterung der ehemaligen Radioaktivitätsmeßstelle. Zu den Arbeitsbereichen gehört die Erfassung von Radioaktivität, niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und Luftschadstoffen sowie die Bewertung der Meßergebnisse. Weitere Schwerpunkte der Arbeitsgruppe sind Fortbildung und Wissenstransfer.

Quelle: Uni Info 3/94, Seite 3

Teure Parkzone wird größer

Der Rat der Stadt Oldenburg hat am 18. Juli beschlossen, die Parkzone I zu erweitern. Bisher gehörten zur Parkzone I nur Parkplätze in der Innenstadt. Nach diesem Ratsbeschluß gelten für Parkplätze am Pferdemarkt, Bahnhof, Hafen, Am Festungsgraben, Gerichtsviertel und Brüderstraße ebenfalls die Gebühr 1 Mark je angefangene halbe Stunde. Das heißt, daß jetzt 2000 der insgesamt 2253 Stellplätze der Stadt zur teuren Zone gehören.
© Joey, 16 Jan '96