Immer mehr sind bereit zum Umdenken, denn Wassersparen beginnt im Kopf!
Da viele BürgerInnen noch unsicher sind, wie sich am besten Wasser im
eigenen Haushalt einsparen läßt wird im V.W.G info auch weiterhin in
loser Folge über Wasserspar-Möglichkeiten und die Wasserversorgung
in Oldenburg berichtet.
Wassersparen lohnt sich, nicht nur für die Umwelt. Ein Kubikmeter
warmes Wasser kostet, einschl. Abwasser, heute schon über zehn
DM. Jeder Liter, der ungenutzt in der Kanalisation gelangt, belastet
auch unnötig die eigene Ausgaben.
Wassersparer brauchen dennoch nicht hinter jedem einzelnen Tropfen nachzujagen.
Mit etwas "Köpfchen" und einem bewußteren Umgang mit dem Naß wird schon viel
erreicht. Neben dem Einbau neuer, wassersparender
Armaturen und dem Überprüfen aller Dichtungen gibt es noch viele kleine
Tricks und Kniffe, die ganz einfach zu beherzigen sind. So wie die folgenden:
- Tatort Bad:
- Beim Naßrasieren und Zähneputzen muß nicht die ganze Zeit das Wasser
laufen. Schon kurze Unterbrechungen helfen sparen.
Beim Duschbad (etwa drei Minuten) spart man etwa zwei Drittel der
Wassermenge, die ein Vollbad benötigt. Bei der Anschaffung einer neuen
Waschmaschine auf den Wasserverbrauch achten. Die Maschine nur ganz
gefüllt in Gang setzen, und die Sparprogramme ausnutzen.
- Tatort Küche:
- Nur soviel Wasser in den Topf geben, wie für die Zubereitung
benötigt wird. Getränkekühlen unter fließendem Wasser ist
pure Verschwendung. Der Kühlschrank tut's schneller und besser.
Vorspülen von Geschirr unter laufendem Wasserhahn ist unsinnig!
Zuviel entnommenes Wasser (Bsp. Kaffeemaschine) braucht nicht in den
Abfluß. Es kann zum Blumengießen verwendet werden.
- Tatort Garten:
- Für die Gartenbewäßerung möglichst aufgefangenes Regenwasser verwenden.
Lieber zweimal wöchentlich intensiv wässern, als die Pflanzen
täglich zu berieseln (!unterschiedlicher Bedarf). Zierrasen
erholt sich auch nach Trockenzeiten schnell wieder.
- Gewässerverschmutzung
- Toilette und Abfluß sind keine Müllkippen für Problemstoffe! Giftige
Chemikalien, Mineralöle und Fette bei den Schadstoffsammelstellen abgeben.
Möglichst wenig Spül- und Waschmittel sowie aggressive Reinigungsmittel
einsetzen. Oftmals helfen Essig, Schmierseife, ... weitaus besser. Der
Gebrauch von Desinfektionsmitteln im Haushalt wird vom Bundesgesundheits-
amt für völlig überflüssig angesehen. Beckensteine, die der
Luftverbesserung im WC dienen, stellen eine zusätzliche Gewässerbelastung
dar. Bei Verstopfung von Waschbecken/Toilette hilft meist auch eine
Saugglocke.
Auszug aus der V.W.G-info Nr. 21.
Joey, 21 Sep 1994