Die Rektorenkonferenzen beider Bundesländer hatten sich auf ein Argumentationspapier verständigt, in dem Gründe für und gegen Studiengebühren aufgelistet werden. Die Befürworter, voran der Heidelberger Rektor und Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Peter Ulmer, verlangen allerdings, daß das Geld der Verbesserung der Studiensituation und der Studienberatung zugute kommt. Um die Gebühren sozial verträglich zu gestalten, sei eine zinslose Stundung vorgesehen.
Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Anke Brunn lehnte für die SPD solche Überlegungen mit Nachdruck ab. Bayerns Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) kann sich Gebühren vorstellen, allerdings müsste der Bund das Bafög-System gewaltig ausbauen. Brandenburgs Finanzminister Klaus-Dieter Kühbacher (SPD) ist für Gebühren. Bundesbildungsminister Karl-Hans Lärmann (FDP) lehnt sie ab. Notwendig sei die inhaltliche Reform der Lehrinhalte.