Verordnete Weihnachtspause

Mitarbeiter verärgert

13.9.94 Die neusten Sparauflagen lassen die Uni-Leitung nach ungewöhnlichen Mitteln suchen. Noch in diesem Jahr soll die Universität über 4 Millionen einsparen, dazu wurde sie vom Land, das mal wieder ein Loch im Haushalt gefunden hat, verdonnert.

Jetzt wird in der Uni an allen Stellen gesucht, wo man noch etwas einsparen kann. Zuerst gab es einen kompletten Einstellungsstop für Mitarbeiter. Das so gesparte Geld wurde von der Uni-Leitung einbehalten, um die Sparauflagen zu erfüllen. Mittlerweile werden Gedanken laut, nach denen die Rechner (z.B. in der Informatik) nachts und in den Ferien abgestellt, Lampen eingespart, das Schwimmbad geschlossen, der Sicherheitsdienst eingeschränkt werden sollen und die Heizung im Winter auf Sparflamme gestellt werden soll.

Ein weiterer Vorschlag ist eine verordnete Weihnachtspause. Das würde so aussehen, daß die Uni von mitte Dezember bis mitte Januar geschlossen ist und die Rechner und Heizung auf Notbetrieb umgesetellt werden.

Für die Mitarbeiter würde das bedeuten, daß sie in der Zeit nicht in der Uni arbeiten können. Sie müssen dann zwei oder drei Wochen Zwangsurlaub nehmen. Die Arbeitszeit muß vor- und/oder nachgearbeitet werden. Diese Maßnahme verärgert die Mitarbeiter natürlich, müssen sie doch innerhalb von 6 Monaten ca. 4 Stunden pro Woche mehr arbeiten. Für Eltern von Kindern ist das schon hart, denn diese müssen nun noch länger warten. Rechtlich hält sich die Maßnahme aber im Rahmen.
Martin Schulze


Verlängerte Weihnachtspause

Vorgestern (21.9.94) wurde es im Senat einstimmig beschlossen. Die Universität wird diesen Winter länger in den Winterschlaf geschickt.

Vom 19.12.94 bis zum 6.1.94 bleiben die Türen der Uni geschlossen. Die Heizung wird auf ein Minimum heruntergefahren und viele Rechner (hoffentlich) abgestellt.

In dieser Zeit können keine Lehrveranstaltungen stattfinden. Genauso kann in dieser Zeit nicht gearbeitet werden. Beides muß allerdings vor- oder nachgeholt werden.

Daher wurde der Vorschlag gemacht, die Lehrveranstaltungen an den darauf folgenden Samstagen nachzuholen. Das würde bedeuten, daß wir nach der Weihnachtspause volle 6-Tage Wochen haben. Mit Veranstaltungen bis 22 Uhr [schön gell? d.S.]. Die Samstage würden dann der Reihe nach zu Montag, Dienstag, ...Freitag erklärt werden.

Das muß nicht unbedingt für die Mitarbeiter gelten. Diese können (müssen) ihre Arbeitszeit auch verteilt vor- oder nachholen. Das würde dann bedeuten, daß sie mehrere Monate lang 2-4 Stunden pro Woche mehr arbeiten müssen oder sich Zwangsurlaub nehmen. Das hält sich dann auch noch im vertretbaren Rahmen.

Aus dem Senat,
Martin Schulze


Joey, 14.9.94