Bauanleitung des Quadranten

Die Schritte...

  1. Laden Sie den Quadranten herunter
  2. Drucken Sie den Quadranten aus
  3. Bauen Sie ihn zusammen

Arbeitsmaterialien

  • Quadranten-Datei
  • Computer mit Editor
  • DIN A4-Drucker mit Postscript-Treiber
  • Schere
  • Klebstoff (nach Möglichkeit nicht wasserlöslich, siehe Text)
  • etwas festeres DIN A4-Papier (z.B. 100g/qm)
  • festes Untergrundmaterial in DIN A4-Größe (zwei Wellpappen, feste Pappe, Holz oder ähnliches)
  • Nähgarn, ggf. kurzen Wollfaden
  • eine Stecknadel
  • kleines Gewicht

Herunterladen und Anpassen der Geographische Breite

Es wird daran gearbeitet, den Quadranten mit Hilfe eines Webformulars einstellen und dann als PDF herunterladen zu können. Diese Möglichkeit wird in ein paar Tagen fertiggestellt sein. Bis dahin müssen Sie noch die Quadrantendatei im Postscript-Format herunterladen und per Hand auf Ihre geographische Breite anpassen.

Postscript

Laden Sie die Quadrantendatei herunter und entpacken Sie sie. Bevor sie mit dem handwerklichen Teil der Arbeit beginnen können, sollten Sie eine kleine Programmanpassung vornehmen. Laden Sie dazu in einen beliebigen Editor die Quadrantendatei. Ziemlich am Anfang finden Sie etwa diese Angabe: /phi 53 15 ' def . Wohnen Sie z.B. an einem Ort 49°45' nördlicher Breite, so tragen Sie dort ein: /phi 49 45' def oder /phi 49.75 def . Speichern Sie die Datei wieder, die geographische Breite ist nun umgestellt und der Quadrant wird auf ihrem Drucker für den gewünschten Ort berechnet.

Herstellung des Kurvenfeldes

Sie können das PDF gleich ausdrucken. Wir empfehlen den Ausdruck auf festerem Papier, damit man ihn aufkleben kann, ohne daß sich das Papier zu sehr verzieht oder wellt.

Der Quadrant ist in der Druckerbeschreibungssprache Postscript programmiert. Er läßt sich also mit ghostview, ghostscript, gv oder gs anschauen oder über jeden beliebigen Postscript-Drucker bzw. Drucker mit Postscript-Treiber ausdrucken. Bitte überprüfen und ändern Sie ggf. die geographische Breite, für die der Quadrant berechnet wird. Wir empfehlen den Ausdruck auf festerem Papier, damit man ihn aufkleben kann, ohne daß sich das Papier zu sehr verzieht oder wellt.

Schnittmuster

Nach dem Ausdrucken schneiden Sie den Quadranten aus und verwenden Sie ihn als Maske für einen festen Untergrund. Dazu eignen sich entweder sehr feste Pappe (oder zwei Schichten um 90° verdrehte Wellpappe), Holz oder etwas anderes. Schneiden Sie ebenfalls diesen Untergrund aus.

Peilvorrichtungen

Als nächstes werden die Peilvorrichtungen gefaltet. Sie bestehen jeweils aus zwei Quadraten mit je einem Kreuz. Wenn Sie die Vorlage so vor sich halten, daß von der Gradskala die 90° unten ist, sind die waagerechten Linien der Peilvorrichtungen die Faltlinien. Falten Sie sie so, daß die mittlere der drei Faltlinien pro Peilvorichtung sich nach oben erhebt. Die Peilvorrichtungen werden also aufgestellt. Das Loch, durch das Sonnenlicht fallen muß, bohren Sie am besten nach dem Aufkleben.

Aufkleben

Vorweg der Hinweis: Zum Aufkleben sollten Sie nach Möglichkeit keinen wasserlöslichen Klebstoff verwenden, denn bei ihm wellt das Papier sehr leicht, was zur Ungenauigkeit führt. Es ist hier ratsam, vorher einen Klebetest zu machen. (Wir verwenden immer sehr erfolgreich einen Montage-Klebstoff für Layout (Fixogum), der allerdings nicht überall erhältlich ist.)

Kleben Sie die den Untergrund zunächst zusammen, indem sie die ganze Fläche mit Klebstoff bestreichen. Kleben Sie danach das Kurvenfeld ebenso auf, und stellen Sie dabei die Peilvorrichtungen auf. Die Peilvorrichtung, die an sich an der Ecke der geraden Kanten befindet, ist im Schnittpunkt des Kreuzes mit einem Nadelloch zu versehen. Lassen Sie nun den Quadranten eine Weile trocknen und nutzen Sie die Zeit für die Herstellung des Lotes.

Das Lot

Für das Lot benötigen Sie ein kleines Gewicht. Suchen Sie sich ein hübsches aus, das ein Loch hat, durch das Sie Nähgarn ziehen können. Das Nähgarn muß länger als der Radius des Quadranten sein. Binden Sie das Gewicht daran fest. Stecken Sie nun eine Nadel in die eingezeichnete Ecke des Quadranten (darum herum ist ein kleiner Kreis gezeichnet). Achten Sie darauf, daß der aufgehängte Faden genau auf den Linien liegen kann, die zur 0° bzw. 90° der Gradskala laufen. Dieses ist für die Genauigkeit sehr wichtig. Sollte die Nadel durch den Quadranten hindurch auf der anderen Seite wieder herauskommen, kleben Sie weitere Pappstücke über die Nadelspitze, sonst verletzen Sie sich.

Die Perle

Zur Vollendung fehlt die "Perle", auch wenn die konzentrischen Kreise auf dem Kurvenfeld die Perle nicht unbedingt erforderlich machen. Binden Sie einfach mit einem Doppelknoten einen Wollfaden um das Lot und kürzen sie die überhängenden Fäden etwas.

Fertig

Ich wünsche nun viel Freude mit dem Quadranten. Gerne nehmen wir Verbesserungsvorschläge hinsichtlich Konstruktion, Gestaltung und Beschreibung entgegen. Sollten Sie ähnliche Instrumente entwerfen, interessieren wir uns sehr dafür.